Flo`s Schmetterlinge


Das Tagpfauenauge

Wohl kaum ein anderer Schmetterling ist in Deutschland so bekannt wie das Tagpfauenauge. Einerseits liegt das sicherlich daran, dass er in unseren Breiten zu den häufigsten Faltern zählt, andererseits aber auch an seinem prächtigen und einprägsamen Erscheinungsbild.

 

Im Folgenden möchte ich weniger auf seine Merkmale wie Farben und Größen eingehen, sondern vielmehr auf seinen Lebenszyklus. Weiter möchte ich versuchen, einen kleinen Einblick in die Aufzucht des Falters zu geben.

 

Das Tagpfauenauge gehört zur Familie der Edelfalter und fliegt jährlich in zwei Generationen. Die überwinternden Exemplare paaren sich im Frühsommer. Das Weibchen klebt während der Eiablage bis zu 200 Eier an die Blattunterseite der Brennnessel, die wichtigste Nahrungspflanze der Raupen.

Bis die Raupen das adulte Stadium erreichen, leben sie in Gruppen zusammen, um sich vor Fressfeinden besser schützen zu können. Erst nach der letzten Häutung vereinzeln sich die Tiere, um sich schließlich als Sturzpuppen an geeigneten Stellen aufzuhängen. Im Puppenstadium, während der Schmetterling die Metamorphose vollzieht, verharrt er etwa zwei Wochen.

Nachdem der Falter geschlüpft ist, ernährt er sich vom Nektar verschiedenster Pflanzen. Der Geruch der Buddleja – oft auch als Schmetterlingsstrauch/-flieder bezeichnet – hat es ihm besonders angetan. In den Sommermonaten ist er hier oft bei der Nahrungsaufnahme sehr gut zu beobachten.