Flo`s Schmetterlinge


Der Admiral

Nun ein letzter Edelfalter. Der Admiral ist mit einer Flügelspannweite von bis zu 65 mm größer als seine bisher erwähnten Familienmitglieder.

Weiterhin gehört er zu den Wanderfaltern. Das bedeutet, dass jedes Jahr neue Generationen die Alpen überqueren und u. a. zu uns nach Deutschland fliegen. Hier pflanzen sie sich diese dann fort.

Die Admiralweibchen legen dabei die Eier einzeln an der Brennnessel ab. Die stachligen Raupen, welche in verschiedenen Farbvarianten vorkommen, oft rötlich-braun, aber auch gelblich oder schwarz, spinnen sich aus den einzelnen Blättern eine Art Röhre. Diese bietet ihnen Schutz vor Fressfeinden. Sobald das Blatt aufgefressen ist, wandert sie zum nächsten und verfährt auf gleiche Weise. Gelegentlich verpuppen sie sich sogar in so einem Blatttrichter.

Im Herbst treten die Falter den Rückweg an, verenden jedoch meist beim Versuch das Gebirge zu überwinden.. 

Die hierbleibenden Schmetterlinge sterben meist durch den ersten stärkeren Frost.


Der Kleine Fuchs

Diesen Monat soll es um einen weiteren Schmetterling aus der Familie der Edelfalter gehen.

Die Rede ist vom Kleinen Fuchs.

Sein Lebenszyklus ist dem des Tagpfauenauges durchaus ähnlich: Die Falter fliegen in den gleichen Monaten, nämlich vor allem zwischen April und Oktober. In besonders milden Frühjahren sind die überwinternden Exemplare schon ab Ende Februar zu sehen.

Die Raupen, welche vier charakteristische gelbe Längsbanden auf schwarzem Grundton aufweisen, ernähren sich ebenfalls überwiegend von der Brennnessel.

Nachdem die Falter geschlüpft sind, halten sie sich gerne an Waldrändern, Lichtungen und Wiesen auf. Aber auch in Gärten, in denen sie viele Futterpflanzen antreffen, sind sie häufig zu entdecken.

Da dieser Schmetterling als sehr robust und anpassungsfähig gilt, wird er auch noch in 3500 m Höhe beobachtet. 


Das Tagpfauenauge

Wohl kaum ein anderer Schmetterling ist in Deutschland so bekannt wie das Tagpfauenauge. Einerseits liegt das sicherlich daran, dass er in unseren Breiten zu den häufigsten Faltern zählt, andererseits aber auch an seinem prächtigen und einprägsamen Erscheinungsbild. 

Im Folgenden möchte ich weniger auf seine Merkmale wie Farben und Größen eingehen, sondern vielmehr auf seinen Lebenszyklus. Weiter möchte ich versuchen, einen kleinen Einblick in die Aufzucht des Falters zu geben. 

Das Tagpfauenauge gehört zur Familie der Edelfalter und fliegt jährlich in zwei Generationen. Die überwinternden Exemplare paaren sich im Frühsommer. Das Weibchen klebt während der Eiablage bis zu 200 Eier an die Blattunterseite der Brennnessel, die wichtigste Nahrungspflanze der Raupen.

Bis die Raupen das adulte Stadium erreichen, leben sie in Gruppen zusammen, um sich vor Fressfeinden besser schützen zu können. Erst nach der letzten Häutung vereinzeln sich die Tiere, um sich schließlich als Sturzpuppen an geeigneten Stellen aufzuhängen. Im Puppenstadium, während der Schmetterling die Metamorphose vollzieht, verharrt er etwa zwei Wochen.

Nachdem der Falter geschlüpft ist, ernährt er sich vom Nektar verschiedenster Pflanzen. Der Geruch der Buddleja – oft auch als Schmetterlingsstrauch/-flieder bezeichnet – hat es ihm besonders angetan. In den Sommermonaten ist er hier oft bei der Nahrungsaufnahme sehr gut zu beobachten.